Kurzbeschreibung
Das in der Nähe des belgischen Gent gelegene Kraftwerk Rodenhuize wird derzeit als Kohlekraftwerk betrieben. Es soll nunmehr auf 100 Prozent Holzstaubverbrennung umgebaut werden. Danach wird das Kraftwerk 560 Megawatt thermische Feuerungswärmeleistung erzielen. Das entspricht einem Durchsatz an Holzpellets von etwa 125 Tonnen je Stunde. Die Verbrennung von Biomasse ist CO2-neutral und trägt durch ihren Einsatz zur nachhaltigen Entlastung der Umwelt bei. Neben der Verbrennung von Biomasse wird Hochofengas aus dem benachbarten Stahlwerk energetisch genutzt. Dieser Umbau ist ein Novum, da erstmalig ein konventionelles Kraftwerk mit dieser Leistung auf Biomasse umgestellt wird.
Als Bioenergie bezeichnet man die aus Biomasse gewonnene Energie. Unter den Begriff Biomasse fallen dabei alle Stoffe organischer Herkunft. In der energetischen Verwertung werden feste Biomasse (zum Beispiel Holz, Stroh oder Pflanzenabfälle), Pflanzenöle (zum Beispiel aus Raps oder Sonnenblumen) sowie Biogas aus der Vergärung organischer Stoffe und biogene Abfälle eingesetzt. Da der Atmosphäre bei der Bildung von Biomasse durch Fotosynthese genauso viel Kohlendioxid entzogen wird wie später bei der Verbrennung oder Verrottung wieder freigesetzt wird, fungiert Biomasse letztlich als klimaneutraler Speicher für Sonnenenergie. Insgesamt stellt die Bioenergie mit rund 70 Prozent den größten Anteil an erneuerbarer Energie in Deutschland.
Auftraggeber
keine Angaben
Auftragnehmer
Bilfinger Berger AG
Ansprechpartner
keine Angaben
Biomassekraftwerk Rodenhuize
Projektkennzahlen
keine Angaben