Luftdichtheit im Innenausbau - Grundvoraussetzung für Energieeinsparung...
05. März 2010 –"Ein luftdicht gebautes und damit Energie sparendes Haus ist nicht etwa ein Haus mit Sonderausstattung, sondern es entspricht lediglich der geltenden
Energieeinsparverordnung.", mit diesem Statement eröffnete Dipl.Ing. Felizitas Skala, Vorsitzende der Fachunternehmervereinigung BFA Akustik-und Trockenbau im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, den diesjährigen BFA-Fachkongress zum Thema "Luftdichtheit im Innenausbau", am 17.02.2010 auf der Bautec in Berlin.
Die Forderung nach luftdichter Ausführung verlangt nicht nur besonderes Know-how, sie ist auch nach VOB eine „besondere“ Leistung, die Fachkenntnis und Sorgfalt von der Ausschreibung bis zur Ausführung verlangt, erhebliche Haftungsririken bergen kann und deshalb insbesondere Herstelleranforderungen an die Dauerhaftigkeit der eingesetzten Bauprodukte stellt. Als Beratungs- und Ausführungspartner im Innenausbau sollten deshalb unbedingt Fachunternehmen angesprochen werden.
Über 200 Sachverständige, Fachplaner, ausführende Fachunternehmer, tauschten im Rahmen des Kongresses Ihre Erfahrungen aus und diskutierten praxisorientierte Lösungsansätze. Veranstalter waren die Fachunternehmen der Bundesfachabteilung Akustik- und Trockenbau im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in Zusammenarbeit mit Raab Karcher und der Architektenkammer Berlin.
Körber: Energieeffizientes Bauen und Sanieren für Klimaschutz unerlässlich
01. Feb. 2010 –Anlässlich des Berichts der Bundesregierung und dem Expertengespräch mit dem Klimaforscher Prof. Dr. Stefan Rahmstorf zur Nachbereitung der Kopenhagener Klimakonferenz in der heutigen Sitzung des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung erklärt der baupolitische Sprecher der FDPBundestagsfraktion Sebastian Körber: Die Sitzung am 27. Januar hat die Position der Koalition bestätigt: effektiver Klimaschutz ist ohne energieeffizientes Bauen nicht möglich! Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm zeigt die gewünschten klima- und energiepolitischen Wirkungen: Der CO2-Aussstoß vermindert sich durch die seit 2006 geförderten Investitionen an Wohngebäuden in Deutschland jährlich um rd. 3,7 Mio. t CO2. Die Entlastung der Bewohner bei den Heizkosten summiert sich in den sanierten Wohnungen seit 2006 inzwischen auf etwa 1,35 Mrd. Euro. Zugleich stärkt das Programm, das insbesondere kleinteilige und arbeitsintensive Maßnahmen unterstützt, die Investitionstätigkeit. Jährlich haben die geförderten Maßnahmen lokal und regional bis zu 270.000 Arbeitsplätze im Mittelstand und Handwerk geschaffen oder gesichert.
Neben den geförderten Maßnahmen hat das Programm auch Auswirkungen auf das Sanierungsgeschehen insgesamt, indem z.B. die hohen Förderstandards als gutes Beispiel auch für nicht geförderte Maßnahmen wirken. Betrug die Sanierungsquote in den Jahren 2004 bis 2006 2,2 % des Altbaubestandes, so ist diese bis 2007/2008 auf rund 3 % angestiegen. Als junger Abgeordneter fühle ich mich dem Klimaschutz und der Generationengerechtigkeit besonders verpflichtet. Daher werbe ich intensiv dafür, dieses erfolgreiche Programm trotz knapper Kassen auf hohem Niveau zu verstetigen und die Fördereffizienz in dieser Legislaturperiode weiter zu verbessern.
Workshop „Nachhaltiges Bauen“
19. Jan. 2010 –Die Umsetzung der Nachhaltigkeitskriterien des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) bei der Bauausführung des Paul-Wunderlich-Hauses in Eberswalde war Gegenstand eines Workshop, der gemeinsam vom Hauptverband, dem Beton- und Bautechnikverein sowie dem BMVBS am 6. November in Berlin veranstaltet wurde. Das Paul-Wunderlich-Haus, Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum Eberswalde, war zuvor mit dem „Gold-Gütesiegel“ der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet worden. 
In ihren Grußworten betonten der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes, RA Michael Knipper, und der Unterabteilungsleiter im BMVBS, Ministerialdirigent Dr. Rüdiger Kratzenberg, das besondere Engagement der deutschen Bauindustrie bei der Entwicklung des neuen Systems. Es sei nun von Bedeutung, das Verständnis für Nachhaltiges Bauen zügig in die Baupraxis zu bringen, um die mit dem Konzept verbundenen Vorteile schnell nutzen zu können. BMVBS und DGNB hatten zuvor bekannt gegeben, dass die bisherigen Partner zukünftig eigene Wege gehen. Ministerialrat Dipl.-Ing. Hans-Dieter Hegner führte aus, dass statt des lange verfolgten „Beleihungsmodells“, bei dem das BMVBS als Siegelgeber die Hoheit über die Kriterien hält und die DGNB die praktische Umsetzung des Bewertungs- und Zertifizierungssystems organisiert, es nun zu einem sogenannten „Anerkennungsmodell“ kommen werde. Damit sei zunächst einmal verbunden, dass ab sofort beliebige Organisationen eigene Nachhaltigkeitszertifikate entwickeln und verleihen könnten. Parallel werde das BMVBS seinen Leitfaden „Nachhaltiges Bauen“ überarbeiten und dort Mindeststandards für Nachhaltigkeitssysteme vorgeben.
Bei Bedarf hätten die jeweiligen Organisationen die Möglichkeit, einen Antrag an das BMVBS zu stellen und ihr System anerkennen zu lassen. Voraussetzung hierfür sei, dass die Mindestanforderungen erfüllt sind. In diesem Fall dürfe zusätzlich zum jeweiligen Siegel der Organisation auch das Siegel des BMVBS „Anerkannt durch das Bauministerium“ verliehen werden. Bereits heute lägen dem BMVBS zahlreiche Anträge verschiedener Organisationen vor. Der Wunsch, zu einem bundeseinheitlichen Bewertungs- und Zertifizierungssystem zu kommen, habe sich damit nicht erfüllt. Die Fachvorträge befassten sich nach einer Vorstellung des Gebäudes durch den Architekten Thomas Winkelbauer mit den Hauptkriteriengruppen des Systems für Büro- und Verwaltungsneubauten und erlaubten konkrete Einblicke in die Herangehensweise, die praktische Umsetzung und die detaillierte Bewertung des Gebäudes. Während Prof. Thomas Lützkendorf die Erfüllung der ökologischen und ökonomischen Anforderungen erläuterte, widmeten sich Dr. Günter Löhnert und Andreas Dalkowski den soziokulturellen, technischen und prozessorientierten Kriterien. Zur Abrundung gab Nicolas Kerz einen Überblick über den Nachhaltigkeits-Kriteriensatz 2008 und die Veränderung beim Kriteriensatz 2009. Zum Abschluss der Veranstaltung kündigte das BMVBS an, die Kriteriensteckbriefe Anfang Dezember 2009 freizuschalten und der Öffentlichkeit zugänglich machen zu wollen. Die Organisatoren planen für 2010 eine Folgeveranstaltung.
Mehr dazu:
www.Bauenschuetztklima.de
www.nachhaltigesbauen.de