BauenSchütztKlima.de Die Deutsche Bauindustrie

 
 

Industrieisolierung

150 W/m² = Energieverschwendung?

27. Juni 2011 – 

Industrie: Tradierte Auslegungsstandards nicht mehr zeitgemäß

Industrieisolierungen haben nicht nur die technische Aufgabe, den Ablauf von Prozessen zu unterstützen, sondern auch eine erhebliche wirtschaftliche und ökologische Bedeutung. Sie tragen in großem Umfang dazu bei, Primärenergie einzusparen und die Emission von Treibhausgasen zu reduzieren. 

In der Praxis betriebstechnischer Anlagenbetreuung kursieren häufig noch Auslegungstandards aus dem "letzten Jahrtausend". Dämmschichtdicken für Kraftwerkskomponenten innerhalb und außerhalb von Gebäuden werden häufig pauschal für maximale Wärmestromdichten von 150 W/m² ausgelegt. Im Gebäudebereich werden gemäß Energieeinsparverordnung dagegen bereits wirtschaftliche Wärmestromdichten zwischen 20 W/m² und 30 W/m² erwartet. Ist die Auslegung von Isolierungen in Betriebstechnischen Anlagen mit entsprechenden Wärmeverlust überhaupt noch zeitgemäß ?

In einem Fachbeitrag (pdf) befasst sich Dr. Günther Kasparek mit diesem Thema...

Interview mit Jörn M. Fetköter zu Industrieisolierung Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz

11. Nov. 2010 – 

Der Kraftwerkspark in Deutschland muss dringend modernisiert werden. Welchen Beitrag kann die Industrieisolierung leisten, um neue Kraftwerksgenerationen noch leistungsfähiger zu machen?  

Nicht nur die Modernisierungen und der Ersatz von veralteten Kraftwerken stehen an, sondern auch der wachsende neue Bedarf muss gedeckt werden. Bis 2020 benötigen wir in Europa nach Berechnungen des Verbands VGB PowerTech rund 300.000 Megawatt an zusätzlicher Kapazität, um sowohl den Ersatz- als auch zusätzlichen Bedarf abdecken zu können. Das entspricht der Leistung von 330 Kohlekraftwerken. Die Industrieisolierung leistet einen entscheidenden Beitrag zur Erhöhung der Effizienz neuer und bestehender Kraftwerke. Durch moderne Isolierlösungen werden Wärme- und Energieverluste reduziert und so die Wirkungsgrade gesteigert - und dass sogar mit dem Einsatz von deutlich weniger Rohstoffen.  Daneben haben übrigens auch die Bereiche Brandschutz und Schallschutz erheblich an Bedeutung gewonnen.  

Können Sie ein konkretes Beispiel nennen?  

Der neue Steinkohlekraftwerksblock „Walsum 10" in Duisburg verfügt über einen Wirkungsgrad von 45 Prozent. Der Durchschnitt in Deutschland beträgt 38 Prozent, weltweit nur 30 Prozent. Kaefer hat dort im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft tripower unter anderem den Kessel und rund 450 Kilometer Rohrleitungen isoliert. Neue Materialien und spezielles Know-how auch in der Isolierung ermöglichen nun den Einsatz von extrem heißem Dampf - über 600 Grad Celsius im Frischdampftemperaturbereich - und sehr hohem Druck. Auch beim Schallschutz für Kühltürme haben wir mit unseren Kulissen in Walsum neue Maßstäbe gesetzt.   

In der Öffentlichkeit ist kaum bekannt, dass Industrieisolierung einen erheblichen Beitrag zur Energieeffizienz leistet. Was kann Ihre Branche tun, damit das deutlicher wird?  

Auf unsere Initiative wurde im vergangenen Jahr gemeinsam mit elf weiteren Mitgliedern der Branche die European Industrial Insulation Foundation (EiiF) gegründet. Ziel dieser Organisation ist es, die Beiträge der Isolierung zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und zum Klimaschutz stärker in den öffentlichen Fokus zu rücken. Viel Aufmerksamkeit lässt sich auch durch spannende Projekte generieren. Ein Beispiel dafür ist das Desertec-Projekt, in dessen Rahmen im Norden Afrikas große Mengen von Solar- und Windenergie gewonnen werden sollen. Kaefer ist als Assoziierter Partner daran beteiligt.  

Was können Kraftwerksbauer und -betreiber in Zukunft noch an Innovationen durch die Industrieisolierung erwarten?  

Gemeinsam mit den Energieversorgern entwickeln wir zurzeit Lösungen, um die Wirkungsgrade der Kraftwerke auf mehr als 50 Prozent zu erhöhen und auch für die hierfür erforderlichen Prozessparameter die richtigen Isolierlösungen parat zu haben. Ein weiteres interessantes Feld ist die so genannte CCS-Technologie. Dabei wird Kohlendioxid im Kraftwerk abgeschieden und gespeichert, um den Klimawandel zu bremsen. KAEFER hat bereits Teile einer CCS-Pilotanlage im Industriegebiet Schwarze Pumpe isoliert.  

Muss auch mit veränderten politischen Rahmenbedingungen gerechnet werden?  

Auf jeden Fall. Im Jahr 2013 beginnt der freie Handel der CO2-Zertifikate in der EU. Kraftwerksbetreiber haben dann noch größere wirtschaftliche Vorteile durch den Einsatz modernster Isolierlösungen. In den kommenden Jahren ist auch mit einer starken internationalen Angleichung der Normen zu rechnen. In einigen Bereichen werden sich dadurch die Anforderungen erhöhen, beispielsweise im Brandschutz. Da haben die Engländer schon jetzt strengere Regelungen als wir. Es ist sinnvoll, sich frühzeitig auf die kommenden Änderungen einzustellen und aktiv an den Entwicklungen neuer, umweltschonender und nachhaltiger Technologien mitzuwirken.  

Gichtgas kann zur Stromerzeugung genutzt werden !

15. Juni 2010 – 

Gichtgas – eine Mischung aus Stickstoff, Kohlenstoffmonoxid, CO2 und Wasserstoff – ist ein „Abfallprodukt“ bei der Stahlherstellung. In vielen Stahlwerken – etwa in Osteuropa – wird dieses Hochofengas nach wie vor „abgefackelt“. 

Moderne Technik ermöglicht nach eine Ableitung, Reinigung und anschließende Nutzung als brennbares Gas zur Stromerzeugung. Die zusätzliche Stromerzeugung stellt einen sinnvollen Beitrag zur Schonung von Ressourcen und zum Umweltschutz dar.Im Gegensatz zur Steinkohle- oder Braunkohleverbrennung enthält das Gichtgas keine Stäube, eine Rauchgasreinigung ist daher nicht erforderlich.

Beitrag Großkesselisolierung (pdf)

Optimale Dämmdicken interaktiv berechnen...

29. März 2010 – 

Überschläglich verfeuern die Menschheit zur Zeit in jedem Jahr so viel von den fossilen Vorräten, wie die Natur in etwa einer Millionen Jahren angelegt hat. Der Verbrauch von fossiler Energie führt dabei nicht nur zu einer Erschöpfung der verfügbaren Primärenergiequellen, sondern bedeutet durch den Ausstoß von Kohlendioxid in die Atmosphäre auch eine Belastung der Umwelt.

Etwa 50 % der gesamten CO2-Emissionen werden von der Industrie verursacht. Ein wirksamer Wärmeschutz und damit Energieeinsparungen in der Industrie leistet deshalb einen erheblichen Beitrag zur Schonung der Ressourcen und zu dem Ziel, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Deshalb ist eine zukunftsorientierte Bemessung der Isolierschichtdicke an betriebstechnischen Anlagen von besonderer Bedeutung. 

Wärmeverlustkosten von Industrieanlagen lassen sich durch optimierte Dämmungen erheblich reduzieren. Erzielbare Einsparungen sind überraschend hoch, auch ökologische Dämmschichtdicken rechnen sich. Mit dem Dämmdickenkalkulator lassen sich online Wärmeverluste und CO2-Emissionen für den Lebenszyklus einer wirtschaftlichen und einer vorgegebenen Dämmdicke ermitteln und verschiedene Dämmszenarien interaktiv gegenübergestellen.

Wirtschaftlicher durch optimierte Dämmdickenverteilung

10. März 2010 – 

Zahlreiche Spezifikationen für Isolierungen enthalten Forderungen nach maximal einzuhaltenden Wärmestromdichten und einer maximal zulässigen Temperaturdifferenz ziwischen Umgebungstemperatur und der Oberflächentemperatur auf der Ummantelung der Dämmung. Eine Einfache Exergieanalyse für den Bereich Dämmung zeigt, dass diese Vorgabe bei heutigen Energiepreisen in einem Kraftwerk nicht wirtschaftlich ist.

Beitrag Optimierte Dämmdickenverteilung

Dringend Nachholbedarf: Energieeffizienzanalyse von Thermoprozessanlagen

24. Feb. 2010 – 

Eingebunden in einen straff organisierten Produktionsprozess werden viele Thermoprozessanlagen über lange Zeit nicht analysiert. Durch Änderungen im Produktionsprogramm, schwankende Durchsatzleistungen, inzwischen unzeitgemäßer Isolierung und dazu fortschreitender Alterung entfernen sich die Anlagen von ihrem optimalen Auslegungszustand. Den Betrieben fehlen Zeit und Manpower, um gezielte Untersuchungen an laufenden Anlagen durchzuführen.
Viele Verteilleitungen, insbesondere Anschlußbereiche und Armaturen sind schlecht oder gar nicht gedämmt. Es entstehen hohe Wärmeverluste, die die meistens sehr leicht und mit nur geringem Kostenaufwand vermieden werden können. Meist werden allerdings erst bei kritischen Situationen oder Qualitätseinbrüchen (wenn bereits ein Verlust eingetreten ist) ad hoc Maßnahmen ergriffen. Auf diese Weise schleichen sich Fehler ein, das Effizienzsteigerungspotenzial wird nicht ausgeschöpft oder Stillstandzeiten sind die Folge. Sowohl für diese Probleme als auch zur nachhaltigen Senkung der Energiekosten und zur Verbesserung der Produktqualität wurden modernste Analysemethoden entwickelt.

Lassen Sie sich von Fachunternehmen der Deutschen Bauindustrie beraten.

 

 

Im Anlagenbereich bedeuten wärmedämmende Isolierungen konkurrenzlos kurze Kapitalrücklaufzeiten

12. Feb. 2010 – 

Herr Helmut Bramann Wärmedämmende, isolierende Maßnahmen werden überall diskutiert und überall veranlasst – aber fast nur für Wohnungen und Wohn-
häuser. In Fabriken und Produktions-
hallen beziehungsweise im Anlagen-
bereich, werden sie bislang kaum diskutiert. Dabei sind gerade hier mit relativ geringen Mitteln enorme Gewinne zu erzielen – ökologische ebenso wie ökonomische.
Ingenieurblatt Download (PDF)

Kraftwerke - Eine Herausforderung für die Industrieisolierung

02. Feb. 2010 – 

Entwickelte Volkswirtschaften sind ganz wesentlich von der sicheren Versorgung mit Energie - und hier ganz besonders elektrischer Energie - abhängig. Gleichzeitig bestehen zu Recht die politische Auflagen, den Ausstoß von Kohlendioxid drastisch zu reduzieren, um nachfolgenden Generationen eine lebens- und erlebenswerte Umwelt zu hinterlassen.

Verbunden mit dem Atomkraftausstieg wird es gerade In Deutschland in den kommenden Jahren darum gehen, Kraftwerksparks zu erneuern. Etwa 20.500 MW Nettoleistung werden allein innerhalb der nächsten 12 Jahre vom Netz gehen. Eine neue effizientere Kraftwerksgeneration wird mit wesentlich höheren Temperaturen und Isolieranforderungen geplant und realisiert werden müssen. Planungen hierzu laufen bereits an...

Beitrag Kraftwerke Download (pdf)

Neue DIN EN 16001 - Die Energiemanagementsysteme

19. Jan. 2010 – 

Energiemanagement ist in Industrie- und Gewerbebetrieben ein bewährtes Instrument zur Verbesserung der Energieeffizienz und damit zur Senkung der CO2-Emissionen.

Seit 1. August 2009 ist die neue DIN EN 16001 in Kraft. Die neue Norm beschreibt die Anforderungen an ein Energiemanagementsystem, das Unternehmen in die Lage versetzen soll, den Energieverbrauch systematisch und kontinuierlich zu reduzieren - unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rahmen.

Mittels Energiemanagement-Systemen können vorhandenen Potentiale zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Senkung von Kosten ermittelt und dokumentiert werden. Ergebnis sind Empfehlungen, mit welchen Maßnahmen und zu welchen Kosten Energie eingespart werden kann. Letztendlich dient es zur Bewertung des Energieverbrauchs im Unternehmen und der fortlaufenden Verbesserung der Energieeffizienz. Effizienzpotentiale in der Industrie verstecken sich in Produktionsprozessen und Querschnittstechnologien und vor allem der Verminderung des Energieeinsatzes durch Optimierung von Materialströmen. Moderne Leistungen rund um die Isolierung sind mit Abstand der effektivste Weg um die Energieeffizienz zu steigern und so das Klima zu schützen. Diese Potentiale werden bislang nicht ausgeschöpft !

 

 

Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz

18. Jan. 2010 – 

Flyer Image Isolierung ist der kostengünstigste und wirksamste Weg zu raschen Energie- verbrauchsreduzierungen und maßgeblicher CO2-Einsparung. Moderne Isoliertechnik ist auf einzigartige Weise in der Lage, Effizienzgewinne zu schaffen und gleichzeitig Lebensqualität und Behaglichkeit zu steigern, über die gesamte Energiekette – von der Erzeugung (Umwandlung) und Verteilung von Energie bis hin zur Nutzung von Wärme und Strom. Der Gesamtwärmeverlust eines Gebäudes oder einer Anlage bestimmt den Energieverbrauch, somit den Wirkungsgrad und den damit verbundenen CO2-Ausstoß. Professionelle Dämmtechnik bedarf daher ganzheitlicher Betrachtung; sie erfordert einen verantwortlichen Umgang mit allen Komponenten eines Gewerkes.
Flyer Download (PDF)

Fachpublikationen und weiterführende Recherche zum Thema Industrieisolierung

15. Jan. 2010 – 

 

Technische Briefe der BFA WKSB (zweisprachig, deutsch/englisch)
zu folgenden Themen:
- "Thermische Probleme an Versteifungen bei großdimensionierten, warmgehenden Objekten"
- "Die Verhinderung von Korrosion"
- "Arbeitsblatt: Aufmaßsystem für Isolierungen"
- "Zur Problematik der Gewährleistung von Oberflächentemperaturen"
- "Hohe Rentabilität bei umweltgerechten Isolierschichtdicken
- "Grundlagen der Kälteisolierung
- "Auslegung der Kälteisolierung zur Tauwasserverhütung auf der Oberfläche
- "Messverfahren""Messstellen für thermische Messungen"
- "Feuchte im Dämmsystem
- „Harmonisierte europäische Normen für Dämmstoffe für betriebstechnische Anlagen
in der Industrie und in der technischen Gebäudeausrüstung“

- DIN und VDI Normen: u.a. DIN 4140, VDI 2055
- AGI Arbeitsblätter: Q 01 - Q 157

Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (Energieeinsparverordnung - EnEV) vom Bundesministerium der Justiz.
Weitere Infos